Ablauf einer Dornbehandlung

1. Überprüfung und Korrektur von Beinlängendifferenzen

Dorn-Therapeuten betrachten die gesamte Statik ihrer Patienten und gehen diese in der Dornbehandlung systematisch durch.
Deshalb wird bei der Dornbehandlung zuerst die Beinlänge in Rückenlage verglichen und das längere Bein durch einfach, schmerzfreie Übungen ausgeglichen.
Erst wenn die Beinlänge stimmt, wird die Wirbelsäule untersucht.
Nach dem gleichen Prinzip können so neben dem Hüftgelenk, alle anderen Gelenk auf sanfte Art korrigiert werden.

2. Überprüfund und Korrektur von Beckenverwringungen

Als zweiten Schritt in der Dornbehandlung werden Becken und Kreuzbein auf Fehlstellungen hin untersucht. Häufig sind Beckenschiefstände Ursache für Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen im Kreuz. Durch bestimmte Grifftechniken und durch natürliche Eigenbewegungen des Patienten können die Fehlstellungen wieder korrigiert werden.

3. Überprüfung und Korrektur von Lendenwirbel- und Brustwirbelsäule

In den meisten Fällen arbeitet der Behandelnde vom Kreuzbein bis zum 7.- 8. Brustwirbel am stehenden Patienten, vom 7.- 8. Brustwirbel bis zur Halswirbelsäule jedoch am sitzenden Patienten. Nach dem leichten Einölen der Wirbelsäule gleiten beide Daumen des Behandelnden rechts und links an den Dornfortsätzen der Wirbel vom Kreuzbein bis zum Hals nach oben. Dabei ertastet der Behandelnde Fehlstellungen der Wirbel. Der Patient kann an diesen Stellen auch einen Druckschmerz verspüren. Durch Druck seitlich an den Dornfortsätzen und gleichzeitigen Pendelbewegungen mit den Beinen oder mit den Armen werden diese Fehlstellungen korrigiert.

4. Überprüfung und Korrektur der Halswirbelsäule

Das Ertasten von Wirbelfehlstellungen im Bereich der Halswirbelsäule erfordert großes Fingerspitzengefühl. Der Behandelnde fahrt mit beiden Daumen in der Muskelrille links und rechts neben den Dornfortsätzen an den Querfortsätzen die Halswirbelsäule entlang.
Bei der Korrektur von fehlstehenden Halswirbel fixiert der Behandelnde den Kopf an der Stirn und macht eine rhythmische Kuschelbewegung – Nein Bewegung. Dabei kann der Patient die Bewegung auch selbst bestimmen (Bild links). Die Halswirbelsäule kann bei Bedarf auch im Liegen behandelt werden.